Wenn das Kabel vom Laptop kaputt geht…

Wer sich mit moderner Technik gut auskennt, weiß sich meist schnell zu helfen. Doch neulich hatten wir ein Erlebnis, bei dem wir feststellen konnten, dass selbst der größte Technikfreak auch mal wie das Schwein vorm Uhrwerk vor einem unbekannten Rätsel stehen kann. Naja, vielleicht nicht ganz so krass, doch waren wir ziemlich überrascht, dass so etwas überhaupt möglich ist.
Wir waren nach Leipzig gefahren, um dort zu einem Konzert zu gehen und gleich später noch einen alten Studienkollegen zu besuchen. Der wusste leider nichts von seinem Glück und war seinerseits verreist, so dass wir uns erst einmal auf die Suche nach einer Bleibe für die Nacht und unser Gepäck machen mussten. Dank Internet haben wir auch ganz schnell ein günstiges Apartment in Leipzig gefunden, dass außerdem nur etwa 20 Gehminuten von der Konzertarena entfernt waren. Dort gab es sogar kostenloses WLAN, so dass wir hier ganz bequem unsere PC-Arbeitsplätze einrichten und noch ein paar Emails schreiben konnten und bevor wir zum Konzert gingen, den Laptop zum Aufladen des Akkus ans Netz hingen.
Es war natürlich schon fast klar, dass es pünktlich zum Konzertbeginn anfangen würde zu regnen, wie es das jedes Mal tat, wenn wir irgendwo Karten für ein Openair-Konzert hatten. Doch diesmal waren die Veranstalter clever gewesen und hatten in Anbetracht der Wetterlage das Konzert gleich in eine angrenzende Halle verlegt. So bekamen wir von dem Gewitter draußen gar nichts groß mit. Und als wir nach Hause gingen, war außer ein paar Pfützen von dem Unwetter nichts mehr übrig.
Wir haben uns noch eine Flasche Wein gegönnt und sind dann schlafen gegangen. Am nächsten Morgen wollten wir dann noch mit Nicos Laptop schauen, ob unser Zug auch pünktlich kommt, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, doch stellten wir überraschend fest, dass der Laptop nicht mehr ging. Nix rührte sich, kein einziges Lämpchen glühte, obwohl er noch am Ladegerät hing. Wir probierten eine andere Steckdose aus, auch hier nichts. Doch dann bemerkten wir einen komischen Geruch, der vom Ladekabel emporstieg. Es roch nach verbranntem Kunststoff und wir vermuteten das Schlimmste. Wahrscheinlich war durch einen Überspannungsschaden der Transformator im Ladegerät durchgebrannt. Tatsächlich bestätigte uns ein anderer Gast, dass es letzen Abend einen Blitzeinschlag in der Nachbarschaft gab. Dadurch sind scheinbar einige empfindliche Geräte sogar hier in Mitleidenschaft gezogen worden. Gottseidank hat der Laptop nichts abbekommen und für das Ladekabel kam die Versicherung auf.

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